BridgEth/C260/C263

Übersicht

Die Controller BridgEth, C260 und C263 basieren auf hochintegrierten ATMEL Microcontrollern mit einem ARM Rechnerkern. C260 ist für kleine Steuerungen gedacht, während C263 eine preiswerte Lösung für die Ansteuerung kleiner bis mittelgroßer Displays darstellt. Auf dieser Seite finden Sie ein Beispiel zu einem System mit 5.7“ TFT-Display – andere Konfigurationen mit anderen Diagonalen, Auflösungen und Helligkeiten sind auf Anfrage ebenfalls möglich. Spannungsversorgung über externes Netzteil oder Power over Ethernet (PoE).

C260: Low Cost Prozesscontroller und Ethernet / RS232 Wandler

Hier stellen wir Ihnen einen Controller auf Basis des AT91SAM9260 "system on chip" von Atmel vor. Eingebettet in eine Ethernet Umgebung kann er Peripheriegeräte über RS232 und USB Schnittstellen steuern. Dank zusätzlicher Audio Schnittstelle eignet er sich z.B. für die Steuerung von Automaten. Eine andere interessante Anwendung ist die als Ethernet / RS232-Wandler.

Dieser Controller hat trotz seines niedrigen Preises viel zu bieten: neben umfangreichen Schnittstellen hat er auch eine durchdachte Bestückung mit unterschiedlichen Speicherarten. SDRAM dient als Arbeitsspeicher, während im Flash-EEPROM das Betriebssystem dauerhaft untergebracht werden kann. Ein statisches RAM mit Batteriepufferung sichert wichtige Daten auch bei Stromausfall. Mit der SD-Karte haben Sie gleichzeitig einen Massenspeicher und ein Wechselmedium zur Hand, auf dem Sie die Anwendung und die Daten unterbringen können. Dies ermöglicht Ihnen auf einfache Weise Updates im Feld umzusetzen. Oder, wenn es nötig werden sollte den Austausch des Controllers unter Beibehaltung der Daten.

Funktionen und Daten zu C260

ARM CPU mit 200 MIPS bei 180 MHz,
64 MB (optional 128 MB) SDRAM,
8 MB FLASH EEPROM,
512 KB SRAM mit Batteriepufferung,
SD Karte 1 GB als Massenspeicher (wechselbar nach Öffnen des Gehäuses),
Ethernet 10/100,
2 x Full Speed USB Host (12 MBd),
6 x RS232,
Audio Codec mit Signalein- / ausgang.
Systemfunktionen: Echtzeituhr, serielles EEPROM (64 KB).
Tragschienenmontierbares Gehäuse.
Abmessungen der Leiterplatte: 107 x 110 mm.

Stromversorgung 10-30 VDC / 2.5 W.

Temperaturbereich -15...80°C

Software: frei programmierbar unter Linux

Gegen einen geringen Mehrpreis liefern wir den C260 auch mit einem lokal installierten Programm, welches aus ihm einen leistungsfähigen Ethernet / RS232-Wandler macht!

Low Cost Display Controller C263

Speziell für die Ansteuerung kleinerer Displays ist dieser Controller auf Basis der AT91SAM9263 CPU gedacht. Maßlich passt er sich an ein 5,7" VGA TFT-Display an, was in Kombination eine besonders kostengünstige Gesamtlösung ergibt.  Selbstverständlich können auch andere Displays bis zu SVGA Auflösung unterstützt werden. Seine geringe Stromaufnahme macht den C263 auch für mobile Anwendungen interessant.

 

Funktionen und Daten zu C263

ARM CPU mit 260 MIPS bei 240 MHz,
64 oder 128 MB SDRAM,
8 MB serielles FLASH-EEPROM,
256 MB NAND-FLASH-EEPROM,
Steckplatz für SD-Karte.
Unterstützung für TFT-Displays mit bis zu 4 M Pixeln (LVDS/parallel),
Stromversorgung für LED- Hintergrundbeleuchtung kleinerer Displays,
Touch Screen Controller,
AC97 Sound (mit ext. Codec, line in / out),
Kamera-Interface,
Ethernet 10/100 mit Power over Ethernet,
je 1 Full Speed USB Host und Device-Schnittstelle,
1 RS232 (mit Adapter auch RS485),
CAN-Bus-Interface (mit externem Treiber), Erweiterungsmöglichkeiten über aufsteckbare Zusatzmodule.

Stromversorgung 8-15 VDC oder 18-30 VDC einstellbar. Alternativ kann die Versorgung mit Power over Ethernet erfolgen.
Temperaturbereich -15....80°C.

Einbausatz

Die Leiterplatte des C263 Controllers wird direkt mit dem Display verbunden - die Abbildung zeigt einen Einbausatz mit 5,7" VGA TFT Bildschirm und Touchsensor. Letztere werden direkt mit Flexkabeln am Controller angeschlossen. So entsteht die in Sachen Preis und Baugröße optimale Lösung.
Andere Displays können mittels Kabel über eine single LVDS Schnittstelle oder auch parallel angeschlossen werden. Besipiel dafür ist die neue Version mit 8.4" SVGA Display.

Einbausatz mit 5.7" VGA TFT-Display und Touch Screen, unten dasselbe mit 8.4" Diagonale und SVGA Auflösung.

 

 

Extender

Für den C263 Controller gibt es auch einen aufsteckbaren Extender, der weitere Schnittstellen des AT91SAM9263 zugänglich macht. Außerdem enthält er einige zusätzliche Funktionen.  Die Schnittstellen sind: 1 x RS232 (S2), 1 x USB 2.0 Host, 16 x GPIO, 1 x CAN (galvanisch getrennt), 1 x RS485 (galvanisch getrennt), 1 x I²C und der AC97 Sound Codec mit Ausgangsverstärker (1.2 W an 8 Ohm).
Zu den Funktionen zählen Reset- und WakeUp-Taster, LEDs für die Ethernet Schnittstelle, ein serielles EEPROM (64k) sowie eine unabhängige Echtzeituhr mit Batterie.  Der Extender dient vorrangig zur Evaluierung aller Funktionen des Systems und als Vorlage für eine auf die tatsächlich benötigten Funktionen reduzierte Version für Ihre Serienanwendung.

 

Das Bild unten zeigt einen C263 Controller
mit aufgestecktem Extender.

 

Kompletter C263

C263 mit rückseitiger Haube für Aufputzmontage und Frontblende aus eloxiertem Aluminium. Bedienungsoberfläche: XiBase9 unter Linux.

 

BridgEth

Hinweis

Auch an dieser Stelle unser Hinweis zu Flash Speichermedien: Finger weg von "Consumer" Produkten! Diese sind aus Kostengründen aus MLC-Flash-Bausteinen aufgebaut (Multi Level Cells, sie speichern mehr als ein Bit pro Speicherzelle, im Gegensatz zu SLC = Single Level Cells mit nur einem Bit). Dieser Rat war noch nie so wertvoll wie heute, denn tatsächlich werden die Flash Bausteine von Jahr zu Jahr schlechter. Immer höhere Kapazitäten bedeuten immer kleinere Strukturen auf dem Chip und bei aktuellen 20 nm - MLC Bausteinen reden wir über nun mehr rund 200 Elektronen, die eine "1" darstellen sollen. Das führt nicht nur zu einer drastischen Erhöhung der Lesefehlerraten, die durch immer aufwendigere Fehlerkorrektur Algorithmen aufgefangen werden können, es führt auch zu immer weniger Schreib-/Löschzyklen (aktuell: 3000), die eine einzelne Zelle aushält. Dagegen wiederum helfen unter bestimmten Voraussetzungen sogenannte wear-leveling-Techniken, also: alles in Butter? Mitnichten, denn hinsichtlich der garantierten Datenhaltezeit sind wir mittlerweile bei nur noch sechs Monaten angekommen und dagegen hilft gar nichts. Für Sie als Kunden bedeutet das, dass Ihr System vielleicht seine Betriebs- und Anwendungssoftware vergessen hat wenn es mal ein Dreivierteljahr im Lager gelegen hat. Wollen Sie sich das wirklich antun?

Noch einmal: MLC-Flash-Bausteine sind für Industrieanwendungen absolut unbrauchbar. Was Sie brauchen sind "industrial grade" Medien mit SLC Bausteinen. Die kosten ungefähr das Vierfache, aber sie sind es wert. Sie müssen sie auch nicht bei uns kaufen, wir können Ihnen geeignete Typen und Bezugsquellen nennen - wegen der raschen Marktentwicklung können wir das allerdings nicht an dieser Stelle tun.

Bei der Gelegenheit können wir auch über Kompatibilitätsfragen sprechen (z.B. DMA Modi), denn es passt z.B. nicht jede CF Karte zu jeder CPU.